· 

Surf-Camp Frankreich: 8 Tage - 7 Fragen - 1 Fazit

Werbung (unbezahlt), da Orts-/Namensnennung

Surf-Camp Frankreich: 8 Tage - 7 Fragen - 1 Fazit

Welcher Sommertyp liebt es nicht, den Sand zwischen den Zehen, die mit Salzwasser zerzausten Haare und die Bräune auf der Haut?! Das Meer lädt förmlich zum faulenzen, baden und surfen ein.

 

Jaaa... SURFEN! Was für ein unglaublich schöner Sport.

Der erste Surf-Kurs in Australien hatte es Chris und mir angetan. Ab dem Zeitpunkt wollten wir mehr Meer, mehr Wasser, mehr Wellenreiten. Die Lösung, ein Surf-Camp muss her!

 

Entschieden hatten wir uns für die Organisation von Planet Surf Camps. Das Camp in Frankreich lag am Atlantik am idyllischen Strand Le Pin Sec - weit weg von Partymeilen.

Artikelinhalt

  • Tag 1: Kann man zu Alt für ein Surf-Camp sein?
  • Tag 2: Kann man sich bei einem Surf-Camp erholen?
  • Tag 3: Wie war eine Surf-Stunde aufgebaut?
  • Tag 4: Party oder Lagerfeuermusik - Wie gestalten sich die Abende?
  • Tag 5: Yoga und Surfen - passt das zusammen?
  • Tag 6: Was muss man beachten, bevor man mit dem Board erste Wellen reitet?
  • Tag 7: Kann man innerhalb einer Woche als Team zusammen wachsen?
  • Tag 8: Das Fazit

Tag 1

Kann man zu Alt für ein Surf-Camp sein?

Planet Surfcamps. Travel More - Surf More - Worry Less. Freizeit in Frankreich - Le Pin Sec.

Camp Erfahrungen brachte ich etliche mit. Der gewohnte Standard wird herunter geschraubt und man erlebt die Zeit seines Lebens. Eine leichte Brise Nervosität machte sich dennoch breit. Meine größte Befürchtung war wohl, dass ich zu alt für ein Surf Camp sein könnte. 

 

Nach 11,5 Stunden Fahrt und zwei größeren Erholungspausen kamen wir im Camp an und meine Nervosität war schlagartig verschwunden. Ich war definitiv nicht die älteste. Und plötzlich wurde mir auch klar, dass das Alter nur eine Zahl ist. Man sollte so Leben, wie man sich fühlt und nicht so, wie die Gesellschaft es von einem erwartet.

Ich war vollkommen bereit mich auf die Woche einzulassen. Der erste Surf-Kurs war schon am nächsten Tag.

Tag 2

Kann man sich bei einem Surf-Camp erholen?

Strand Le Pin Sec in Frankreich. Planet Surfcamp. Travel More - Surf More - Worry Less. Beautiful Sunset.

Der Erholungsmodus setzte schon direkt nach der Ankunft ein. Selten konnte ich so schnell abschalten. Es lag wohl an dem guten Wetter, dem Sand unter den Füßen, dem Meeresrauschen und den unglaublich netten Bekanntschaften.

 

Die Abgeschiedenheit und der fehlende Internetempfang taten jedoch sein übriges.

In der heutigen Zeit leben wir oft nicht mehr im Hier und Jetzt. Viel eher Leben wir auf Instagram, Facebook, Twitter und Co. Eine gestellte Pose für das perfekte Bild muss her und am Ende wirst du mit Likes bezahlt. Und was erzählst du dann in ein paar Jahren deinen Kindern und Enkelkindern? Wahrscheinlich wie viele Likes und Follower du in diesem Urlaub erlangt hast.

 

Ohne den Zwang etwas zu posten, genoss man einfach nur den Tag in der Sonne, beim Lesen, Volleyball spielen und natürlich beim surfen.

 

Wobei wir wieder beim eigentlichen Thema sind - dem Surfen.
Der erste Kurs war super. Gestanden bin ich leider nicht. Aber der Zeitpunkt sollte noch kommen. Bald.

Tag 3

Wie war eine Surf-Stunde aufgebaut?

FOTO: OLIVER POWELL (IG: olly_powell)

Ein Surf-Kurs bestand aus einem Warming-Up, Theorieteil und einem Praxisteil.

 

Zu Beginn wurden Aufwärmspiele gespielt. Als Physiotherapeutin mache ich täglich selbst die Erfahrung, dass man für Spiele NIE zu alt ist. Und so hatten wir beim Faulei, Staffellauf, Tunnelgraben oder Schubkarrenrennen jede Menge Spaß und bereiteten zeitgleich unsere Muskulatur auf die bevorstehende Surfeinheit im Wasser vor.

 

Nachdem theoretisch die Wassergegebenheiten geprüft wurden, ging es in den Praxisteil über. Vor der Wassereinheit gab es noch Trockenübungen auf dem Board. Theoretisch konnte ich nun 1A auf dem Board stehen. Theoretisch!

 

Beim Surfen muss man die Wellen fühlen, den Blick Weiten und den Horizont öffnen. Man muss eins werden mit der Welle und dem Board. Beim Sunset surfen war die Stimmung da und plötzlich klangen die Worte des Surflehrers nicht mehr theoretisch.

 

Und bevor die letzten Sonnenstrahlen am Horizont verschwanden, berührten das erste Mal meine Füße im Stand das Board. Wenn auch nur für einige Milisekunden.

Tag 4

Party oder Lagerfeuermusik - Wie gestalteten sich die Abende?

Die Stimmung war auch nach Sonnenuntergang noch da. Zwar nicht an einem Lagerfeuer, aber unter einer Lichterkette wurde Gitarre gespielt und gesungen.

 

Die Kreativität ist an solchen Tagen auf ihrem Höhepunkt. Der Kopf ist frei und die Ideen sprießen. Bei einem "Kreativ-Abend" konnte man seine Ideen künstlerisch auf Steine oder Teelichter malen.

 

Aber wer jetzt sagt: "Gäääähn.... ist das Laaangeweilig!" - die Partytypen kamen auch nicht zu kurz. Ob ein  Discobesuch im Nachbarort oder ein Flunky-Ball-Tunier, für jeden wurde etwas geboten. 

Tag 5

Yoga und Surfen - passt das zusammen?

Den Kopf leer und den Körper frei von negativer Energie zu bekommen, erreicht man auch beim Yoga.


Wir vereinten täglich in einer Stunde Yoga, Kraft, Mobilität, Atmung und Meditation. Die Übungen wurden auf den Bewegungsablauf vom Surfen ausgerichtet. Somit trainierte man die entsprechende Muskulatur,  Gelenkbeweglichkeit, und Stabilität welche man für das surfen benötigte. 

 

Gerade am fünften Tag half das Yoga den Frust vom surfen zu vergessen. Das kurze Erfolgserlebnis vom Sunset-Surf wollte nicht weitergeführt werden. Ich war kurz vor dem verzweifeln. Ich kann doch wakeboarden. Auf einem Snowboard oder Skateboard stand ich auch schon einmal, aber mit dem surfen wollte es einfach nicht gelingen.

 

Unter kriegen lassen, liegt jedoch nicht in meiner Natur. Ich dachte an Bethany Hamilton und an den Spruch von meinem absoluten Lieblingsfilm Soul Surfer:

 

"When You Come Back From A Loss,

Beat The Odds
And Never Say Never,
You Find A Champion".

Tag 6

Was muss man beachten, bevor man mit dem Board erste Wellen reitet?

FOTO: OLIVER POWELL (IG: olly_powell)

Die Surfbedingungen am sechsten Tag waren alles andere als Beginnerfreundlich.

 

Bevor man ins Wasser zieht, ist es immer notwendig die Gegebenheiten zu checken - die Gezeiten, die Strömung, der Wind, die Wellen.

 

Die Energie der Wellen lag am sechsten Tag bei 85%. Die Wellen bestanden aus einer einzigen Front, welche steil auf dich drauf prallten, wenn du nicht aufgepasst hast. Man kassierte eine Ohrfeige nach der anderen oder wurde wie wild durchs Wasser gewirbelt, so dass man kurz nicht mehr wusste wo oben und unten war.

 

Die Wellen trieben einen immer wieder zurück zum Strand - das hinaus kommen ins offene Meer schien beinahe unmöglich für Beginner. Ich entschied mich einfach nah am Strand zu bleiben und mein Glück in den Weißwasserwellen zu suchen - die Wellen die schon gebrochen waren und das Wasser aufschäumten.

 

Kurzer Schulterblick und dann paddeln paddeln paddeln bäm bäm bäm... Die Worte des Surfinstructors haben sich nun langsam in mein Gehirn eingebrannt.

 

Yeeah yeees... Ich stand! Und dann noch einmal und noch einmal und immer wieder. Wir können den Urlaub abbrechen und die Personenbeschreibung auf Instagram ändern. Endlich. Ich kann sagen: "Ich bin Surfer!"

Tag 7

Kann man innerhalb einer Woche als Team zusammen wachsen?

Der Weg zum Strand Le Pin Sec in Frankreich. Zahlreiche Surfer, Surfschulen/ Surfcamps tummeln sich dort am Strand, da es dort die perfekten Wellen für Anfänger gibt.

Der große Tag war gekommen. Unser erster Surf-Contest stand bevor.

 

3,2,1... GO! 

Mit dem Board unter dem Arm und der Leash am Knöchel rannten wir in die Wellen. Der erste Durchgang war auf 10 Minuten begrenzt. Das Ziel: Spaß und Teamgeist zeigen! 

 

Gemeinsam surften wir kleine Choreos. Sahen wir elegant dabei aus? Nö! Aber wir hatten jede Menge Spaß und waren ein Team.

 

Am Abend wurde es sentimental. Die Woche war leider schon vorbei und trotz solch kurzer Zeit, schloss man einige Teilnehmer unglaublich in sein Herz

Tag 8

Das Fazit

In dieser einen Woche lernte ich unglaublich viel über den Ozean, die Wellen, die Strömung, Riffe, den Wind und über mich selbst. Wenn man den gewohnten Standard herab setzt (vor allem bei den öffentlichen Toiletten) kann man eine unglaublich schöne Zeit mit neuen Bekanntschaften erleben. Trotzdem blieb mir genügend Zeit für mich selbst. Man war ungebunden und fühlte sich frei. Innerhalb dieser Woche war ich vollkommen relaxed und kam gut erholt nach Hause. Jederzeit würde ich nochmals in ein Surf-Camp gehen.

 

Warst du auch schon einmal auf einem Surf-Camp oder würdest es gerne einmal ausprobieren? Teile uns deine persönlichen Erfahrungen mit!

 

Sea You

 

Jana

Pin it auf Pinterest

⬇️ KLICK ⬇️

Surf-Camp Frankreich: 8 Tage - 7 Fragen - 1 Fazit

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Carina (Freitag, 29 März 2019 12:49)

    Wow das klingt mega schön! Vor allem der Teil mit Yoga und Surfen �

  • #2

    Martin (Donnerstag, 16 Mai 2019 22:01)

    Schönne Geschichte,
    Liebe Grüße aus Korntal